Ringmaterialien

Im Folgenden finden Sie eine Aufführung aller gängiger Ringmaterialien, deren Eigenschaften und den MARRINX-Tipp. So wissen Sie was es zu beachten gilt und können schnell Ihr Wunschmaterial eingrenzen.

 




1. Gold – Verlobungsringe, Trauringe, Eheringe

Viele Paare entscheiden sich für das zeitlose Edelmetall Gold. Seine Farbe, warm wie die Sonne, verzaubert seit Jahrtausenden. Ringe aus Gold sind eindeutig als Eheringe erkennbar.

Je nach Legierung besitzt Gold verschiedene Eigenschaften. Von Schmuck mit 8 Karat bzw. 333er Gold spricht man, wenn dieser 33,3 % reines Gold enthält und der Rest aus anderen Metallen besteht. Bei Schmuck mit 18 Karat liegt der Prozentanteil von reinem Gold bei 75 %, und ein 24-Karat-Ring besitzt den höchsten Goldanteil mit 99,9 %.

Hier sehen Sie alle Angaben in einer Übersicht:

333er = 8 Karat (33,3 % Gold + 67,7 % andere Materialien)

375er = 9 Karat (37,5 % Gold + 62,5 % andere Materialien)

416er = 10 Karat (41,6 % Gold + 58,4 % andere Materialien)

585er = 14 Karat (58,5 % Gold + 41,5 % andere Materialien)

750er = 18 Karat (75,0 % Gold + 25,0 % andere Materialien)

875er = 21 Karat (87,5 % Gold + 12,5 % andere Materialien)

916er = 22 Karat (91,6 % Gold + 8,4 % andere Materialien)

999er = 24 Karat (99,9 % Gold)



1.1 Welche Empfehlung gibt es bei Gold Verlobungsringen und/oder Eheringen?

TIPP: Zwar besitzt ein 24-Karat-Ring den denkbar schönsten Farbton, doch sein Glanz vergeht schnell. Denn das Gold ist extrem weich, verkratzt leicht und würde im alltäglichen Leben schnell brechen. Am häufigsten bestehen Eheringe aus 18 Karat Gold und tragen damit den Stempel 750.



2. Silber – Verlobungsringe, Trauringe, Eheringe

Silber ist ein unterschätztes Edelmetall, welches selten in der Natur vorkommt und daher wertvoll ist. Es ist besonders bei den jungen Generationen sehr beliebt, da es im Alltag oft auch als Modeschmuck eingesetzt werden kann.

Silber ist weicher als Gold und Platin. Damit es fester wird, wird es normalerweise mit Sekundärmetallen wie zum Beispiel Kupfer legiert. Zudem ist Silber dehnbar, lässt sich daher in fast beliebige Formen bringen.

Eine weitere und besondere Eigenschaft im Vergleich mit anderen Metallen liegt in der besten thermischen und elektrischen Leitfähigkeit. Silber reflektiert das meiste Licht, ist dadurch stark glänzend.

Es oxidiert allerdings nach einiger Zeit durch den in der Luft vorhandenen Schwefelwasserstoff, der zusammen mit dem Luftsauerstoff Silbersulfid bildet, welches schwärzlich erscheint. Mit regelmäßigen Reinigungen kann dieser Verfärbung entgegengewirkt werden, allerdings kann man auf Dauer das „Anlaufen“ von Silber nicht unterbinden.

Die heutzutage gebräuchlichste Silberlegierung ist 925er Silber, auch als Sterlingsilber bezeichnet. Hierbei werden 92,5 % Silber sowie 7,5 % Kupfer zur Steigerung der Festigkeit miteinander verschmolzen und es entsteht hochwertiger Silberschmuck.

Zum weiteren Veredeln kann Silber mit einer feinen Schicht Rhodium überzogen werden, wodurch ein weicher und matter Glanz verliehen wird. Vorsicht bei Neusilberringen, das kein Silber ist, sondern eine weiße Unedelmetalllegierung, die aus Kupfer-Nickel-Zink besteht.

Hier sehen Sie alle Angaben in einer Übersicht:

800/000 AG = 80 % Silber Anteil + 20 % andere Materialien

925/000 AG = 92,5 % Silber Anteil + 7,5 % andere Materialien (Sterlingsilber)

935/000 AG = 93,5 % Silber Anteil + 6,5 % andere Materialien (Argentium Silber)



2.1 Welche Empfehlung gibt es bei Silber Verlobungsringen und/oder Eheringen?

TIPP: Silber ist für strapazierfähige Eheringe nicht das Material der ersten Wahl, da Tragespuren schneller und deutlicher zu sehen sind als bei den anderen Edelmetallen.In Deutschland wird üblicherweise in der Legierung 925/000 Sterling-Silber verarbeitet, was für Trauringe nicht unbedingt empfehlenswert ist.



3. Platin – Verlobungsringe, Trauringe, Eheringe

Platin ist das edelste aller Edelmetalle. Die Dichte des Platins und sein Gewicht machen es haltbarer und widerstandsfähiger als andere Schmuckmetalle. Platin wird nicht stumpf und behält sein Aussehen für alle Zeit.

Alle Edelmetalle können verkratzen – Platin ist da keine Ausnahme. Bei Platinschmuck allerdings wird durch den Kratzer lediglich Metall verschoben, nichts seines Volumens geht verloren. Deshalb bleibt Platin, was es immer gewesen ist: ein Symbol für das Unvergängliche.

Es ist die ideale Wahl für Schmuck, den man ein Leben lang täglich tragen möchte. Dank seiner Reinheit ist Platin hypoallergen. Platinschmuck ist damit ideal für Menschen mit empfindlicher Haut oder mit einer Allergie.

Keine andere Legierung im Edelmetallbereich erreicht die Eigenschaften von Platin 600 und Platin 950. Und kaum ein zweites Edelmetall hält aufgrund seiner Härte und des kaum vorhandenen Abriebs einen Diamanten so sicher umschlossen wie Platin.

Hier sehen Sie alle Angaben in einer Übersicht:

600/000 PT = 60 % Platin Anteil + 40 % andere Materialien

950/000 PT = 95 % Platin Anteil + 5 % andere Materialien



3.1 Welche Empfehlung gibt es bei Platin Verlobungsringen und/oder Eheringen?

Platin ist ein einzigartiges Metall, bei dem durch Alltagsstrapazen wie bspw. Kratzer kein Material abgetragen, sondern lediglich verschoben wird. Für einen Platinring sollten Sie sich entscheiden, wenn Sie lange Freude an der Optik Ihres Ringes haben möchten. Im Vergleich zu Silberringen oder Goldringen, die bspw. in Kontakt mit Türgriffen oder anderen rauen Oberflächen kommen bleibt der Plartinring deutlich wiederstandsfähiger und rechtfertigt den oftmals teueren Preis.



4. Palladium – Verlobungsringe, Trauringe, Eheringe

Palladium ist ein Edelmetall, das zur Platingruppe gehört. Es ähnelt Platin sowohl in seinen chemischen Eigenschaften als auch in der Optik und besticht durch seinen beständigen silberweißen Glanz.

Darüber hinaus ist es sehr widerstandsfähig, hart und kratzfest. Palladiumlegierungen oxidieren nicht, das heißt, sie reagieren nicht mit der Luft und der Haut, wie es zum Beispiel bei Ringen aus Silber oder Goldlegierungen mit geringem Goldanteil der Fall ist.

Des Weiteren ist das Palladium deutlich leichter als Platin, Gold oder Silber. Für die Herstellung von Schmuck wird nahezu reines 950er Palladium verwendet, das zu 95 % aus purem Palladium besteht und zu 5 % aus anderen Metallen wie zum Beispiel Silber oder Rhodium.

Reines Palladium wäre für Schmuck zu weich. Ringe aus 950er Palladium entsprechen in ihren positiven Merkmalen (außerordentliche Kratzfestigkeit, Härte, geringer Abrieb) und der Farbe einer 600er Platinlegierung.

Hier sehen Sie alle Angaben in einer Übersicht:

333 Pd = 33,3 % Palladium + 67,7 % andere Materialien

585 Pd = 58,5 % Palladium + 41,5 % andere Materialien

950 Pd = 95,0 % Palladium + 5,0 % andere Materialien



4.1 Welche Empfehlung gibt es bei Palladium Verlobungsringen und/oder Eheringen?

TIPP: Verglichen mit Weißgold ist 950er Palladium aufgrund der genannten Eigenschaften für Trauringe besser geeignet.



5. Weißgold – Verlobungsringe, Trauringe, Eheringe

Weißgold ist das beliebteste Material für Trauringe, zugleich ein künstliches Edelmetall, das in dieser Farbe in der Natur nicht vorkommt.

Die Grundlage für Weißgold ist Gelbgold. Um eine kräftige und glänzende weiße Farbe zu erhalten, wird Weißgold mit einem Überzug des harten Metalls Rhodium versehen. Dieses Verfahren nennt man „Rhodinieren“.

Je nach Zusammensetzung ergibt sich dadurch hellweißes bis grauweißes Gold. Allerdings kann sich das Weißgold abtragen, sodass die natürliche Farbe der Legierung zum Vorschein kommt. Die Beschichtung kann aber problemlos wieder aufgearbeitet werden.

Weißgold ist angenehm in seiner Verarbeitung, hat eine sehr gute Härte und ist gegen andere chemische Stoffe unempfindlich. Wie jedes Gold, gibt es auch Weißgold in verschiedenen Legierungen.

Für Trauringe bieten sich besonders die Goldanteile 585 (dies entspricht einem Goldanteil von 58,5 % + 41,5 % andere Materialien) und 750 (entspricht einem Goldanteil von 75 % + 25 % andere Materialien) an.



5.1 Welche Empfehlung gibt es bei Weißgold Verlobungsringen und/oder Eheringen?

TIPP: Da das 750er Weißgold im Vergleich zum 585er einen wesentlich höheren Anteil an Feingold enthält, ist es reiner, sein grau-weißer Farbton außergewöhnlich schön, das Material ausgesprochen zäh.

Außerdem ist der Materialabrieb durch das tägliche Tragen erheblich reduziert. Es ist nicht nur ein hochwertiges und stabiles Material, sondern behält auch nach langem Tragen seine silber-graue Farbe. Deshalb muss es nicht, wie etwa Silber oder Gold, immer wieder gereinigt werden.



6. Edelstahl – Verlobungsringe, Trauringe, Eheringe

Edelstahlringe ist extrem hart, robust und pflegeleicht. Außerdem verfärbt er sich nicht, ist äußerst resistent gegen Kratzer und bleibt dabei ausdrucksvoll.

Zudem ist Edelstahl weitgehend hautverträglich, im Gegensatz zu vielen anderen Metallen mit Legierungen. Dabei hat er einen sehr niedrigen Materialabrieb im Gegensatz zu Gold und Silber.

Die Kombination von Edelstahl mit Edelsteinen gibt Ringen eine einzigartige und kostbare Note. Je nach Bearbeitung kann die Oberfläche des Edelstahlschmucks entweder matt oder hochglänzend sein, was ihm eine schlichte und klassische Eleganz verleiht.

Als Symbol der unvergänglichen Liebe überzeugen die Ringe dank ihrer zeitlosen Ästhetik.



6.1 Welche Empfehlung gibt es bei Edelstahl Verlobungsringen und/oder Eheringen?

TIPP: Ringe aus Edelstahl lassen sich in der Größe nicht modifizieren. Das gilt es zu bedenken, da Hände sich im Laufe des Lebens verändern und ggf. die Ringgröße neu angepasst werden muss.



7. Titan – Verlobungsringe, Trauringe, Eheringe

Titan rostet nicht und ist absolut allergieneutral, daher ist es für Allergiker das Material der Wahl.

Es wird von vielen für seine Leichtigkeit und Widerstandsfähigkeit geschätzt. Darüber hinaus zeichnet es sich durch seine besondere dunkelgraue Farbe und die seidig glänzende Oberfläche aus.

Die wichtigsten Merkmale von Titan sind seine Härte, die absolute Hautverträglichkeit und das geringe Gewicht.



7.1 Welche Empfehlung gibt es bei Titan Verlobungsringen und/oder Eheringen?

TIPP: Ringe aus Titan lassen sich wie Edelstahlringe in der Größe nicht modifizieren. Bedenken Sie auch hier, dass sich Hände im Laufe des Lebens verändern und ggf. die Ringgröße neu angepasst werden muss.